Gold und Silber im Aufwind – Notenbanken setzen auf physische Werte
📅 Datum: 20. September 2025
✍️ Autor: Markus Schneider, FINANZCOACHING SCHNEIDER
Während die großen Aktienindizes auf hohem Niveau schwanken und die Zinsen vieler Volkswirtschaften stagnieren, richten institutionelle Investoren und Notenbanken ihren Blick zunehmend auf physische Werte – allen voran Gold und Silber.
Diese Entwicklung ist kein Zufall: Sie deutet auf einen strategischen Wandel hin, der weit über kurzfristige Marktspekulationen hinausgeht.

Goldkäufe der Notenbanken auf Rekordniveau
Laut aktuellen Daten des World Gold Council haben die weltweiten Goldreserven der Notenbanken im Jahr 2024 ein neues Allzeithoch erreicht. Besonders Zentralbanken in Asien und dem Nahen Osten haben ihre Goldbestände massiv aufgestockt, um ihre Währungen unabhängiger vom US-Dollar zu machen und geopolitische Risiken abzufedern.
Aber auch westliche Zentralbanken beginnen bereits Ihre Währungsreserven zu diversifizieren. So zählt zum Beispiel die Zentralbank von Polen zu den Top-Käufer des glänzenden Edelmetalls im Jahr 2025.
Gold gilt in diesem Umfeld nicht nur als Krisenversicherung, sondern zunehmend als strategische Reserve in einer multipolaren Weltordnung.

Silber – der schlafende
Riese erwacht
Spannend ist die jüngste Entwicklung im Silbermarkt.
Neben Privatinvestoren zeigen nun auch institutionelle Akteure und vereinzelt Notenbanken Interesse an dem „kleinen Bruder des Goldes“.
Silber profitiert dabei doppelt: Einerseits als klassischer Wertspeicher in Zeiten hoher Inflationsraten – andererseits als industriell gefragter Rohstoff für Zukunftstechnologien wie Photovoltaik, Elektromobilität und Elektronik.

Physische Silberbestände sinken dramatisch
Die physisch verfügbaren Bestände an Silber, insbesondere bei der COMEX und der LBMA, sind in den letzten Monaten dramatisch gesunken.
Experten warnen, dass die registrierten Lagerbestände in naher Zukunft nicht mehr ausreichen könnten, um die wachsende industrielle Nachfrage zu bedienen.
Das Verhältnis von Papier- zu physischem Silber kippt
Während an den Terminbörsen weiterhin große Mengen an „Papier-Silber“ gehandelt werden, steht dem eine rapide sinkende physische Verfügbarkeit gegenüber. Das Verhältnis zwischen physisch lieferbarem und vertraglich gehandeltem Silber erreicht derzeit historische Tiefststände.
Diese Diskrepanz könnte sich zu einem Katalysator für einen massiven Preisanstieg entwickeln – ein Szenario, das bereits viele Marktbeobachter mit dem Begriff „Silversqueeze“ umschreiben.

Was bedeutet das für Anleger?
Wer heute antizyklisch denkt, erkennt in dieser Entwicklung eine seltene Gelegenheit:
Edelmetalle sind im Verhältnis zu Aktien und Anleihen historisch günstig bewertet, wie die Grafik der Incrementum AG zeigt.
Ein wohlüberlegter Einstieg in Gold und Silber, idealerweise über ein diversifiziertes Sachwertdepot, kann sowohl als Absicherung gegen Währungsrisiken als auch als Wachstumschance im kommenden Rohstoffsuperzyklus dienen.
Fazit: Die Renaissance der Sachwerte
Die aktuellen Marktbewegungen zeigen klar: Das Vertrauen in Papiergeldsysteme schwindet, während Sachwerte wieder in den Fokus rücken.
Gold und Silber stehen dabei an der Spitze einer Entwicklung, die sich über die kommenden Jahre zunehmend verstärken dürfte. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, sich mit den Chancen und Mechanismen eines Sachwertdepots auseinanderzusetzen.
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